Entlang der Ozeanränder bohrt China nach „brennbarem Eis“


Seit dem Frühling konnten bei den Bohrungstests, in über 1200 Meter Tiefe, täglich durchschnittlich 16.000 Kubikmeter Gas gefördert werden. Das Gas heißt Methanhydrat und ist ganz einfach, nichts anderes als Eis, welches das Gas Methan enthält. Aufgrund  niedriger Temperatur und dem herrschenden hohen Druck am Meeresgrund schaffen sich Wassermolekül Käfige, in denen die Methanmoleküle gefangen werden. Die weißen Klumpen, welche auch im Boden des tibetischen Plateaus und in der Arktis vermutet werden, können ganz einfach mit eimem Feuerzeug oder Ähnlichem angezündet werden, daher auch der Begriff „brennbares Eis“

Glaubt man den Schätzungen der Experten existiert ca. zehn Mal so viel Gas in Methanhydrat als in den bis jetzt bekannten Erdgasquellen. Japan startete schon im Jahre 2013 mit der Gasgewinnung aus Methanhydrat vom Meeresgrund. Trotzdem kann man bislang nichts von einem kommerziellen Abbau sehen, vermutlich hauptsächlich aufgrund der technischen Herausforderungen. Für die Gewinnung müssen im ersten Schritt Löcher am Meeresgrund gebohrt werden. Danach wird der Druck mit Pumpen gesenkt und erst dann ist es dem Gas möglich, aus seinem „Käfig“ zu entweichen.

Die Bedenken der Umweltschützer

Die Umweltschützer haben große Bedenken bei dem Versuch Methanhydrat als Ersatz für das herkömmliche Erdgas und Öl zu implementieren. Neue fossile Energiequellen stehen ihren Zielen, die erneuerbare Energie schneller voranzubringen, entgegen, sagt etwa die bekannte Umweltstiftung WWF. Fakt ist aber auch, dass die Verbrennung des Gases deutlich weniger Kohlendioxid freisetzt, als die herkömmliche Methode mit Kohle oder Heizöl, welches den weltweiten Klimazielen entgegenkommt.

Wir dürfen gespannt sein, wie sich diese Methode weiterentwickelt, und halten dich natürlich am Laufenden. Falls dieser Artikel deine Neugierde geweckt hat, sieh dir auch die anderen Kategorien auf unserer Seite an. Bis zum nächsten mal.

 

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