Niedrigenergiehaus, drei-Liter Haus, Passivhaus wir zeigen euch den Unterschied

1. Niedrigenergiehäuser

Gebäude welche einen jährlichen Heizwärmebedarf von unter 50 kwh/m (4 Liter Öl/m2) haben bezeichnet man als Niedrigenergiehäuser. Solche Ziele erreicht man hauptsächlich durch gute Wärmedämmung. Weitere Maßnahmen können etwa Wärmeschutzverglasung, Nutzung von Sonne oder Biomasse zum Heizen sein. Die Passive Nutzung von Sonnenenergie sollte für die sogenannten Sonnenräume bei der Planung ebenfalls berücksichtigt werden. Aktive Nutzung der Sonnenenergie erreicht man durch den Einbau von Solaranlagen, Wärmepumpen oder Photovoltaikanlagen. All diese genannten Beispiele können auch bei Sanierungen von bestehenden Gebäuden angewandt werden, um die Standards von Niedrigenergiehäusern zu erreichen.

2. Drei-Liter Häuser

Ein drei-Liter Haus entspricht im Grunde einem besseren Niedrigenergiehaus in drei-Liter-Qualität. Dies bedeutet, dass dieses Haus maximal drei Liter Heizöl/m2 im Jahr für das Heizen benötigt. In diesem Fall belaufen sich die jährlichen Heizkosten für ein Standard Einfamilienhaus nach heutigem Stand auf weniger als 300 Euro. Beste Wärmedämmungen, Fenstertechnik mit Sonnenenergienutzung, Lüftung inklusive Wärmerückgewinnung und Kleinstheizungen, welche lediglich an 20 bis 30 Heiztagen aktiv sind, zeichnen diese Häuser aus.

3. Passivhäuser

Passivhäuser zeichnen sich durch den sehr geringen Heizwärmebedarf von maximal 15 kvh/m aus. Diese Heizmänge entspricht in etwa 1,5 Liter Heizölverbrauch pro Jahr und m2. Diese Häuser verfügen über die kleinstdimensionierten Heizanlagen oder Einzelöfen. Das Passivhaus kann man auch mit Hilfe von Wohnraumlüftung inklusive Wärmerückgewinnung beheizen. Sonnenenergienutzung oder weitere Alternativen erweisen sich bei dieser Bauart als sehr sinnvoll und bilden die Grundlage den restlichen Energiebedarf zur Gänze mit erneuerbarer Energie zu decken.

Hoffe, dass ich euch im groben den Unterschied dieser drei Begrifflichkeiten erklären konnte. Bis bald ihr Energiejunkies!